Bild: ©Axel Hindemith, Wikipedia

Rund 600 Fachwerkbauten schmücken die Altstadt von Hannoversch Münden. Die wunderhübsche und überaus geschichtsträchtige Metropole am Zusammenfluss von Werra und Fulda markiert den finalen Höhepunkt der Radreise. Alexander von Humboldt hielt sie angeblich für eine der am schönsten gelegenen Städte der Welt. Die Tillyschanze offeriert einen grandiosen Ausblick auf die historischen Häuserzeilen und macht Lust darauf, selbige zu erkunden. Der wohl berühmteste, zumindest zeitweilige Einwohner der Stadt war Doktor Eisenbarth. Der auf Zahn- und Nierenleiden spezialisierte Wanderchirug lädt während der Sommermonate zweimal wöchentlich zur „Sprechstunde“ ins Rathaus von Hannoversch Münden. Die filigranen Details des im Stile der Weserrenaissance errichteten Baus werden gerade an der Nordfassade deutlich. Dort verzückt auch das Glockenspiel große wie kleine Besucher. Es schallt jeden Tag um 12, 15 und 17 Uhr über den Vorplatz und gleich nebenan reckt sich die St.-Blasius-Kirche in die Höhe. Die gotische Hallenkirche meint das Herz der Dreiflüssestadt und blickt auf eine 800-jährige Geschichte zurück. Um das Gotteshaus herum reihen sich liebevoll restaurierte Fachwerkgebäude auf. Eines der schönsten liegt am westlichen Ende des Kirchplatzes.